15.12.2025 156 Aufrufe

BAFA Unternehmensberatung für KMU: Schritt-für-Schritt zum Zuschuss

Bis zu 80% Zuschuss für professionelle Unternehmensberatung. Erfahren Sie, wie KMU die BAFA-Förderung beantragen und welche Voraussetzungen gelten.

BAFA-Förderung für Unternehmensberatung

Das Bundesprogramm „Förderung von Unternehmensberatungen für KMU" unterstützt kleine und mittlere Unternehmen mit attraktiven Zuschüssen für professionelle Beratungsleistungen. Das Ziel: Die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Unternehmen stärken.

Wer wird gefördert?

Voraussetzungen für Unternehmen:

  • Rechtlich selbständig
  • Gewerblich tätig oder freiberuflich
  • Sitz und Geschäftsbetrieb in Deutschland
  • Weniger als 250 Mitarbeiter
  • Jahresumsatz max. 50 Mio. Euro ODER Bilanzsumme max. 43 Mio. Euro

Nachweis erforderlich:

  • Gewerbeanmeldung oder Handelsregistereintrag
  • Bei Freiberuflern: Registrierung beim Finanzamt

Förderhöhe nach Region

Region Fördersatz Maximum pro Beratung
Neue Bundesländer (ohne Berlin/Leipzig) 80% 2.800 Euro
Region Lüneburg 80% 2.800 Euro
Region Trier 80% 2.800 Euro
Alte Bundesländer (inkl. Berlin/Leipzig) 50% 1.750 Euro

Was wird gefördert?

Förderfähige Beratungsthemen:

  • Wirtschaftliche Fragen: Strategie, Finanzierung, Controlling
  • Organisatorische Fragen: Prozessoptimierung, Qualitätsmanagement
  • Personalthemen: Personalentwicklung, Mitarbeiterführung
  • Digitalisierung: IT-Strategie, Online-Marketing, E-Commerce
  • Nachhaltigkeit: Umweltmanagement, CSR

Nicht förderfähig:

  • Rechtsberatung und Steuerberatung
  • Gutachterliche Stellungnahmen für Behörden
  • Reine Schulungen und Seminare

Anzahl der Beratungen

Innerhalb der Programmlaufzeit (bis 31.12.2026) können Sie:

  • Maximal 5 Beratungen gefördert bekommen
  • Maximal 2 Beratungen pro Jahr

Jede Beratung muss thematisch abgeschlossen sein.

Besonderheit für Jungunternehmen

Unternehmen im ersten Jahr nach Gründung müssen vorab ein kostenloses Informationsgespräch mit einem Regionalpartner führen. Das Bestätigungsschreiben ist dem Verwendungsnachweis beizufügen.

Regionalpartner finden Sie über:

  • IHK (Industrie- und Handelskammern)
  • HWK (Handwerkskammern)
  • Wirtschaftsförderungsgesellschaften

Der Beratungsprozess

Schritt 1: BAFA-Berater auswählen

Suchen Sie einen zertifizierten Berater. Dieser muss beim BAFA registriert sein.

Schritt 2: Erstgespräch führen

Besprechen Sie Ihr Anliegen mit dem Berater und klären Sie den Beratungsumfang.

Schritt 3: Online-Antrag stellen

Der Antrag wird im BAFA-Portal gestellt – vor Vertragsunterzeichnung!

Schritt 4: Prüfung durch Leitstelle

Eine regionale Leitstelle prüft Ihren Antrag. Nach positiver Rückmeldung dürfen Sie den Beratungsvertrag unterschreiben.

Schritt 5: Beratung durchführen

Die Beratung wird durchgeführt und dokumentiert.

Schritt 6: Verwendungsnachweis einreichen

Nach Abschluss reichen Sie ein:

  • Rechnung des Beraters
  • Zahlungsnachweis
  • Beratungsbericht

Schritt 7: Zuschuss erhalten

Die Auszahlung erfolgt auf Ihr Geschäftskonto.

Wichtige Änderung ab November 2025

Ab dem 15. November 2025 wird der Zuschuss bei nicht vorsteuerabzugsberechtigten Unternehmen auf den Brutto-Rechnungsbetrag berechnet. Das erhöht die effektive Förderung!

De-minimis-Regelung beachten

Die BAFA-Beratungsförderung fällt unter die De-minimis-Verordnung:

  • Maximum 300.000 Euro an De-minimis-Beihilfen in 3 Jahren
  • Alle erhaltenen De-minimis-Beihilfen müssen angegeben werden

Rechenbeispiel

Ausgangslage:

  • Digitalisierungsberatung für 3.500 Euro
  • Unternehmenssitz: Dortmund (altes Bundesland)

Förderberechnung:

  • Fördersatz: 50%
  • 50% von 3.500 Euro = 1.750 Euro
  • Deckelung: 1.750 Euro (erreicht)
  • Eigenanteil: 1.750 Euro

Bei Sitz in den neuen Bundesländern:

  • 80% von 3.500 Euro = 2.800 Euro
  • Eigenanteil: nur 700 Euro

Tipps für maximale Förderung

  1. Mehrere Beratungen nutzen: Bis zu 5 Beratungen möglich
  2. Themen clever aufteilen: Jede Beratung muss in sich abgeschlossen sein
  3. Regionale Vorteile prüfen: Bei Zweigniederlassung in den neuen Bundesländern höhere Förderung möglich
  4. Mit Landesförderung kombinieren: Viele Bundesländer haben zusätzliche Programme

Fazit

Die BAFA-Unternehmensberatung ist eine der attraktivsten Förderungen für KMU:

  • Bis zu 80% Zuschuss für professionelle Beratung
  • Breites Themenspektrum inklusive Digitalisierung
  • Einfacher Antragsprozess über das BAFA-Portal

Nutzen Sie die verbleibende Zeit bis Ende 2026!

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