15.12.2025 47 Aufrufe

Die 10 häufigsten Fehler bei der BAFA-Antragstellung vermeiden

Ein falscher Schritt bei der BAFA-Antragstellung kann zum kompletten Förderverlust führen. Wir zeigen die 10 häufigsten Fehler und wie Sie diese vermeiden.

Warum scheitern so viele BAFA-Anträge?

Jedes Jahr werden tausende BAFA-Förderanträge abgelehnt oder führen zu erheblichen Kürzungen – oft wegen vermeidbarer Fehler. Dieser Ratgeber zeigt Ihnen die 10 häufigsten Fehler und wie Sie diese von Anfang an vermeiden.

Fehler 1: Vorzeitiger Maßnahmenbeginn

Das Problem: Der schwerwiegendste Fehler ist der vorzeitige Beginn der Sanierungsmaßnahme. Der BAFA-Antrag muss zwingend vor dem ersten Spatenstich oder Auftragsbeginn gestellt werden.

Die Konsequenz: Selbst die Beauftragung eines Handwerkers vor der Antragstellung führt zum kompletten Förderverlust. Es gibt keine Ausnahmen!

So vermeiden Sie den Fehler:

  • Erst Antrag stellen, dann Aufträge vergeben
  • Kostenvoranschläge einholen ist erlaubt
  • Mit Maßnahme erst nach Antragseingang beginnen

Fehler 2: Unvollständige Unterlagen

Das Problem: Fehlende Pflichtangaben oder nicht hochgeladene Dokumente führen zu Rückfragen und erheblichen Verzögerungen.

Häufig vergessene Dokumente:

  • Steuer-Identifikationsnummer
  • Voraussichtliches Umsetzungsdatum im Lieferungsvertrag
  • Technische Projektbeschreibung (TPB) vom Energieberater
  • Kostenvoranschläge mit allen relevanten Positionen

Tipp: Nutzen Sie die Checkliste im BAFA-Portal und laden Sie alle Dokumente vollständig hoch.

Fehler 3: Fehlerhafte Antragstellerdaten

Das Problem: Falsche Angaben zu Antragsteller, Investitionsadresse oder Maßnahme gefährden die spätere Auszahlung.

Wichtig zu beachten:

  • Antragsteller und Eigentümer müssen identisch sein
  • Adressdaten müssen exakt mit Grundbuch übereinstimmen
  • Bankverbindung muss auf den Antragsteller lauten

Fehler 4: Falsche Kostenangaben

Das Problem: Viele Antragsteller unterschätzen die förderfähigen Kosten oder vergessen wichtige Positionen.

Typische Fehler:

  • Kein Puffer für Mehrkosten eingeplant
  • Förderfähige Nebenkosten vergessen (z.B. Gerüst, Entsorgung)
  • Grenzen nicht beachtet: max. 60.000 Euro pro Wohneinheit
  • Bei Nichtwohngebäuden: max. 1.000 Euro pro Quadratmeter

Tipp: Lieber etwas höher kalkulieren – nach unten korrigieren ist einfacher als nach oben.

Fehler 5: Doppelanträge stellen

Das Problem: Manche Antragsteller stellen einen zweiten Antrag, wenn sich zwischenzeitlich die Fördersätze erhöht haben.

Die Konsequenz: Beide Anträge werden abgelehnt!

Richtig vorgehen: Bei Änderungswünschen den bestehenden Antrag über das BAFA-Portal anpassen, keinen neuen stellen.

Fehler 6: 36-Monats-Frist überschreiten

Das Problem: Der Zuwendungsbescheid ist exakt 36 Monate gültig – ab Ausstellungsdatum. Eine Verlängerung ist nicht möglich.

Was Sie beachten müssen:

  • Maßnahme muss vollständig umgesetzt sein
  • Verwendungsnachweis muss eingereicht sein
  • Bei Verzögerungen rechtzeitig handeln

Fehler 7: Ohne Energieberater beantragen

Das Problem: Für die meisten Maßnahmen ist ein Energie-Effizienz-Experte (EEE) verpflichtend erforderlich.

Energieberater zwingend nötig bei:

  • Dämmung (Fassade, Dach, Kellerdecke)
  • Fenster und Türen
  • Sommerlicher Wärmeschutz

Ausnahme: Nur bei Heizungsoptimierung können Sie ohne Energieberater auskommen.

Fehler 8: Technische Anforderungen nicht erfüllen

Das Problem: Die BAFA hat strenge technische Mindestanforderungen, z.B. bei U-Werten.

Beispiel Fenster:

  • Maximaler U-Wert: 0,95 W/(m²K)
  • Dachflächenfenster: max. 1,1 W/(m²K)

Tipp: Lassen Sie sich die technischen Daten vom Handwerker schriftlich bestätigen.

Fehler 9: Fehler im Verwendungsnachweis

Das Problem: Nach Abschluss der Maßnahme muss ein korrekter Verwendungsnachweis eingereicht werden – auch hier lauern Fallen.

Häufige Fehler:

  • Rechnungen stimmen nicht mit Antrag überein
  • Technischer Projektnachweis (TPN) fehlt
  • Zahlungsnachweise unvollständig

Fehler 10: Kommunikation mit dem BAFA ignorieren

Das Problem: Das BAFA sendet Rückfragen und Bescheide per Post und über das Portal. Werden diese ignoriert, verfällt die Förderung.

Wichtig:

  • Portal regelmäßig prüfen
  • Auf Rückfragen zeitnah antworten
  • Fristen im Blick behalten

Bonus-Tipp: Risiko bei Maßnahmenbeginn vor Bescheid

Sie können nach Antragstellung auf eigenes Risiko mit der Maßnahme beginnen, ohne auf den Bescheid zu warten. Aber Vorsicht: Wird der Antrag abgelehnt, können Sie keinen neuen stellen!

Empfehlung: Bei Unsicherheiten lieber einen Fördermittelberater hinzuziehen.

Fazit: Sorgfalt zahlt sich aus

Die BAFA-Förderung kann Ihre Investition erheblich reduzieren – aber nur, wenn der Antrag korrekt gestellt wird. Nehmen Sie sich die Zeit, alle Unterlagen sorgfältig vorzubereiten. Im Zweifel lohnt sich professionelle Unterstützung durch einen zertifizierten BAFA-Berater.

Die wichtigsten Regeln:

  1. Antrag VOR Maßnahmenbeginn stellen
  2. Vollständige Unterlagen einreichen
  3. Fristen im Blick behalten
  4. Bei Änderungen den bestehenden Antrag anpassen

Alle Förderprogramme entdecken

Finden Sie die passende BAFA Förderung für Ihr Vorhaben

Zu den Programmen
Unser Partner

Primus Services

Ihr Spezialist für Digitalisierung, IT-Beratung und Unternehmensberatung. Primus Services unterstützt Sie bei der Umsetzung von BAFA-geförderten Digitalisierungsprojekten.

IT-Infrastruktur & Cloud-Lösungen
Digitale Transformation & KI-Integration
BAFA-Beratung für Digitalisierungsprojekte
Jetzt kontaktieren

Digitalisierungsförderung nutzen

Profitieren Sie von BAFA-Förderungen für Ihre Digitalisierungsprojekte:

Digitalisierung KMU bis 50%

Förderung für IT-Projekte

Unternehmensberatung bis 80%

IT-Beratung förderfähig

KI & Automatisierung Antragstellung

Innovative Technologien